TRUST
2023
Wandobjekt, Einkaufskorb, Rattenfalle, Plastikgurke
41 x 44 x 27 cm
Meine Arbeit zeigt eine Plastikgurke in einer Rattenfalle, die an einem Einkaufskorb befestigt ist. Ich nutze diese radikale Zusammenführung, um die Mechanismen der Lebensmittelindustrie zu befragen: Wo wird die Grenze zwischen Ernährung und Verführung gezogen? Wo schnappt die Falle der industriellen Optimierung zu? Mir geht es um die bewusste Täuschung der Konsument:innen, um Inhaltsstoffe, die hinter kryptischen Bezeichnungen verschwiegen, und Oberflächen, die durch genetische oder chemische Eingriffe künstlich geschönt werden. Die Plastikgurke fungiert hier als Platzhalter für eine entfremdete Natur, die nur noch als makelloses Produkt existieren darf.
Der Einkaufskorb wird hier vom alltäglichen Vehikel des Konsums zum Käfig eines manipulierten Objekts. In der starren Materialität des Metallgeflechts und der brutalen, sprungbereiten Mechanik der Falle manifestiert sich ein tiefes Misstrauen gegenüber einem globalen System, das Frische simuliert, während es die eigentliche Substanz der Nahrung korrumpiert.
Es ist eine plastische Warnung vor der Passivität des Greifens.
Ein Mahnmal, das die vermeintliche Unschuld des täglichen Einkaufs bricht und die oft unsichtbare Gewalt hinter unseren hochgradig technisierten Nahrungsketten spürbar macht. Die Arbeit verharrt in diesem Moment des Zuschnappens und zwingt uns dazu, die Konsequenzen unserer eigenen Bequemlichkeit und die versteckten Kosten der industriellen Perfektion neu zu bewerten.
